Glitschige Geschäfte: „planet e.“ im ZDF über die Aalmafia

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Käscher für den Fang von Aalen. Von den Havelaalen kann ein Berufsfischer nicht mehr leben. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: \“obs/ZDF/Steph Ketelhut\“n

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Mainz (ots) – Mehr als 400 Millionen Euro Umsatz soll die Aalmafia jedes Jahr mit dem illegalen Export von Jungtieren machen. Die \“glitschigen Geschäfte\“ beleuchtet \“planet e.\“ am Sonntag, 4. Juni 2017, 16.30 Uhr im ZDF.

Seit 2010 ist der Export von jungen Aalen aus der Europäischen Union verboten. Doch der illegale Handel nach Asien blüht. Denn aus einem einzigen Kilo Mini-Aale lässt sich eine Tonne Aalfilet züchten. Die bringt in Asien bis zu 15.000 Euro ein. Die \“planet e.\“-Autoren Stephan Arapovic und Marcus Pfeil begeben sich in \“Glitschige Geschäfte – Die Aalmafia\“ auf Spurensuche: Wie arbeitet die Aalmafia? Wie können die illegalen Händler überführt werden? Und wie kann man das Aussterben des Aals noch abwenden?

Bevor sie zu Schmuggelware werden, absolvieren die Jungtiere eine lange Reise. Aale schlüpfen in der Sargassosee in der Nähe der Bahamas. Etwa drei Jahre brauchen die Larven, um bis nach Europa zu treiben. Dort wandeln sie sich zu Glasaalen. In Schwärmen schwimmen sie anschließend von den europäischen Küsten in die Binnengewässer. Seit Anfang der 80er Jahre ist der Aalbestand allein in Brandenburg um 95 Prozent zurückgegangen. Warum es heute nur noch so wenige Aale gibt, wollen Florian Stein und die Organisation \“Sustainable Eel Group (SEG)\“, von der auch die Einschätzung des Jahresumsatzes der Aalmafia stammt, herausfinden. \“planet e.\“ begleitet Stein auf seiner Suche danach, wohin die Aale von Europa aus verschwinden. Anfang 2016 haben spanische Ermittler bei einer Razzia 700 Kilogramm lebende Glasaale entdeckt. Wert: über eine Million Euro. Florian Stein erfährt, dass die Schmuggler speziell präparierte Koffer für den illegalen Aaltransport eingesetzt hatten. Ihr Ziel war Asien. Der Wissenschaftler reist weiter nach Hongkong, der Hauptumschlagplatz für die illegale Ware \“Aal\“. Von dort aus werden die Glasaale an große Zuchtfarmen in China weiterverkauft, wo sie zu bis zu sechs Kilogramm schweren Fischen heranwachsen. Abnehmer für die ausgewachsenen Aale sind Gourmetrestaurants in ganz Asien.

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Mai 31st, 2017 by